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Mittwoch, 23. Dezember 2015
Gabriel: Neues Effizienzlabel für alte Heizkessel hilft beim Energiesparen und informiert über Energieeffizienz
Das Bundeskabinett hat heute die gesetzlichen Grundlagen zur Umsetzung des „nationalen Effizienzlabels
für Heizungsaltanlagen“ beschlossen. Das neue Effizienzlabel gilt ab
dem 1. Januar 2016 für Heizkessel, die älter als 15 Jahre sind, und
liefert Verbrauchern kostenfrei Informationen über den individuellen
Effizienzstatus ihrer Heizkessel. Neben den Informationen auf dem
Energieeffizienzlabel werden Verbraucher zudem kostenfrei auf
weitergehende Energieberatungen wie z. B. Heizungschecks oder die Vor-Ort-Beratung sowie auf Förderungen der KfW und des BAFA
hingewiesen. Das aus dem Haushaltsgerätebereich bekannte farbige
Effizienzlabel hat sich als wirksames Instrument der
Verbraucherinformation erwiesen. Es gilt bereits heute für verschiedene
Produkte außerhalb des klassischen Haushaltsgerätebereiches (z. B. für
TV-Geräte, Beleuchtung) und soll ab 2016 erstmals auch Heizkessel im
Bestand erfassen. avantrend / Pixabay
Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, hierzu: „Mit dem kostenlosen Effizienzlabel für alte Heizkessel wollen wir die Verbraucherinnen und Verbraucher
besser informieren und sie beim Energiesparen unterstützen. Das Label
soll ihnen helfen, schnell und leicht verständlich einen Überblick über
den Zustand ihres alten Heizkessels zu bekommen. Im Gebäudebereich
werden knapp 40 Prozent der gesamten Energie in Deutschland verbraucht.
Der größte Einzelbeitrag entfällt dabei auf die Beheizung. Entsprechend
groß ist hier daher das technische und wirtschaftliche Potential zur
Steigerung der Energieeffizienz und damit zur Energieeinsparung.“
Das durchschnittliche Alter der Heizgeräte in Deutschland liegt bei
17,6 Jahren, mehr als ein Drittel (36 %) ist sogar älter als 20 Jahre.
Über 70 Prozent der installierten Heizgeräte würden nur die
Effizienzklasse C, D oder E erreichen. Hier liegt großes Potential für
Effizienzsteigerungen. Dennoch werden derzeit lediglich rund 3 Prozent
der Heizgeräte ausgetauscht. Bei einer gleichbleibenden jährlichen
Austauschrate würde es also noch circa 25 Jahre dauern, bis der
Heizungsbestand in Deutschland erneuert wäre. Das Effizienzlabel und die
Hinweise auf bestehenden Beratungs- und Förderprogrammen sollen daher
dazu führen, die Kenntnisse der Verbraucher zum Zustand ihres
Heizkessels zu verbessern und so die Motivation zum Austausch zu
erhöhen. Erwartet wird damit, die Austauschrate bei Heizgeräten um circa
20 Prozent pro Jahr steigern zu können.
Ab 2016 werden Heizungsinstallateure, Schornsteinfeger und bestimmte
Energieberater berechtigt, ein Etikett auf alte Heizgeräte anzubringen.
Ab 2017 sind die Bezirksschornsteinfeger verpflichtet, diejenigen
Geräte, die noch kein Etikett haben, zu etikettieren.
Der Gesetzentwurf ist hier abrufbar.
Quelle: BMWi